Update Haus SeeNest von Mission Freedom: Insolvenz & Rausschmiss aller Orten sowie staatsanwaltschaftliche Ermittlungen

(Bildquelle: Newsletter Mission Freedom) Die Ereignisse rund um die Misshandlungsvorwürfe entwickeln sich weiter. Im Einzelnen sind diese auch in unserer Chronologie und Medienspiegel zu dem Fall nachvollziehbar.

Insolvenz und Verlust der Betriebserlaubnis

Mittlerweile wurde bekannt, dass die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH, Träger des Haus SeeNest und hundertprozentige Tochtergesellschaft von Mission Freedom, Insolvenz beantragt hat.

Zudem ist die Betriebserlaubnis für die Einrichtung mittlerweile erloschen, da die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg den Mietvertrag für das Haus SeeNest fristlos gekündigt hat (wir berichteten). Die Regierung von Schwaben teilte gegenüber FundiWatch mit, am 03.06.2026 einen Feststellungsbescheid über das Erlöschen der Betriebserlaubnis gegenüber der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH erlassen zu haben.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an – neue Anzeigen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten wegen des Anfangsverdachts der Misshandlung Schutzbefohlener laufen indes weiter. Bisher werden die Ermittlungen weiterhin ausschließlich gegen die (ehemalige) pädagogische Heimleitung geführt. Auf Grund der bereits vorliegenden Ermittlungsergebnisse, Angaben von Zeugen und unter Berücksichtigung, dass die Heimleitung zum Zeitpunkt der Inobhutnahmen bereits nicht mehr in der Einrichtung tätig war, werde geprüft, ob die Ermittlungen gegen weitere Personen wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen von Amts wegen ausgeweitet werden müssen.

Zudem teilte die Staatsanwaltschaft gegenüber FundiWatch mit, auf Grund einer Anzeigeerstattung zu prüfen, „ob gegen angezeigte Personen ein Anfangsverdacht strafbaren Handelns besteht und ob Ermittlungen einzuleiten sind„.

Die Staatsanwaltschaft selbst erfuhr offenbar aus der Presse über die Vorfälle im Haus SeeNest. Eine Nachfrage von FundiWatch, ob sich die Staatsanwaltschaft gewünscht habe, direkt von den Behörden über die Vorfälle informiert zu werden, wollte man nicht kommentieren.

Unterstützer ziehen sich zurück – reichlich spät? – Dem Rausschmiss aus der Diakonie Hamburg kommt Mission Freedom zuvor

Auch diverse Organisationen, die bisher Mission Freedom bzw. die Himmelsstürmer unterstützt oder als Mitgliedsorganisation geführt haben, distanzieren sich nun – reichlich spät – deutlich:

Die Diakonie Hamburg, die nach Kritik an Mission Freedom bereits 2013 – allerdings ohne sichtbare Konsequenzen – angekündigt hatte, die Ausrichtung von Mission Freedom näher überprüfen zu wollen, teilte gegenüber FundiWatch nun mit, dass man ein Verfahren zum Ausschluss des Vereins eingeleitet habe. Allerdings sei Mission Freedom einem Ausschluss zuvor gekommen und habe selbst um Beendigung der Mitgliedschaft gebeten, die nun zum 01.07. in Kraft treten soll. Auf Fragen von FundiWatch zu etwaigen Konsequenzen seitens der Diakonie Hamburg insbesondere im Hinblick auf die Voraussetzunge der Mitgliedschaft liegt bisher noch keine Rückmeldung der Diakonie vor.

Die Aktion Mensch, die die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH finanziell unterstützt hatte, teilte auf Anfrage von FundiWatch mit, dass nicht ausgezahlte Mittel derzeit nicht weiter ausgezahlt werden. Der Träger sei gesperrt worden, und etwaige weitere Schritte – einschließlich möglicher Rückforderungen – würden aktuell rechtlich geprüft. Bereits nach Kritik zur Erteilung der Betriebserlaubnis 2024 hatte Aktion Mensch eine Vor-Ort-Besichtigung der Einrichtung durchgeführt. Dabei seien „einzelne Aspekte vertieft betrachtet und im weiteren Verlauf aufmerksam begleitet“ worden. Zum damaligen Zeitpunkt hätten jedoch keine belastbaren Erkenntnisse vorgelegen, „die eine Beendigung der Förderung auf rechtlich tragfähiger Grundlage gerechtfertigt hätten„. Gleichwohl hatte sich Aktion Mensch im Anschluss mit der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH darauf verständigt, dass Fördersiegel der Aktion Mensch von der Homepage der Himmelsstürmer zu entfernen. Die Förderung selbst wurde jedoch fortgeführt.

Die beiden Verbände Fachverband Traumapädagogik e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI) teilten auf FundiWatch-Anfrage mit, dass die Mitgliedschaft der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH vor dem Hintergrund der Vorkommnisse beendet wurde. Zu den Hintergründen, wie es zu einer Mitgliedschaft kam und welche Konsequenzen insoweit aus den Vorkommnissen resultieren, gingen die Verbände bislang nicht näher ein.

RTL sucht Gaby Wentland & „Gott“ leitet Mission Freedom – und nimmt einige Veränderungen vor…

Mission Freedom selbst scheint derweil intensiv bemüht, möglichst schnell jegliche Aufmerksamkeit zu den Vorkommnissen abebben zu lassen.

Offiziell äußert sich der Verein mit Ausnahme einer Stellungnahme auf seiner Homepage weiterhin nicht und ließ auch mehrere Anfragen von FundiWatch unbeantwortet.

Ihre Vorstandstätigkeit beim Netzwerkverein Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh) hat Gaby Wentland laut Informationen des Hamburger Abendblatts (Paywall) mittlerweile niedergelegt. Mission Freedom selbst wird hingegen weiterhin als Mitgliedsorganisation von ggmh geführt. RTL hatte sich bemüht, Gaby Wentland persönlich mit den Vorwürfen zu konfrontieren und versucht, sie an ihrer Gemeinde in Hamburg Neugraben aufzusuchen. Dort hieß es, sie befände sich auf einer längeren Reise.

In einem aktuellen Newsletter teilt Mission Freedom nüchtern und ohne erkennbare Selbstkritik mit, man habe einige „Veränderungen vorgenommen“. Gaby Wentland haben im Januar 2026 Rückmeldungen ehemaliger Mitarbeitender zur pädagogischen Leitung im Haus SeeNest erreicht. Diese seien „verantwortungsvoll an die Regierung von Schwaben weitergegeben“ worden. Anschließend seien verschiedene behördliche Schritte eingeleitet worden. Trotz des eigenen „Einsatzes“ und eines eingelegten Widerspruchs seien die Entscheidungen der Regierung von Schwaben bestehen geblieben. Schließlich seien die Inobhutnahmen erfolgt und kurz darauf die Genehmigung zum Betrieb der Einrichtung „entzogen“ worden. Die Entwicklung bewege Mission Freedom sehr. Gleichzeitig blicke man „dankbar auf alles, was im Haus SeeNest mit Herz, Einsatz und Hingabe aufgebaut wurde“.

Schließlich wird in dem Newsletter mitgeteilt, dass Inga Gerckens, die Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und langjährige Leiterin der „Schutzhäuser“ von Mission Freedom, sich Ende Juli „neuen beruflichen Wegen widmen“ werde. Mission Freedom wünsche Gerckens, deren Arbeit Mission Freedomnachhaltig geprägt“ habe, „alles Gute und viel Segen für Ihre Zukunft„. Mit Mission Freedom erlebe man seit 15 Jahren, wie „Gott Mission Freedom leitet„. Man vertraue darauf, „dass Gottes Wirken weitergeht„. Gaby Wentland wolle künftig „besonders in die Ausbildung neuer Mitarbeiterinnen investieren, damit noch mehr betroffene Frauen kompetent, liebevoll und hoffnungsvoll begleitet werden können„. Es ist zu erwarten (und/oder zu befürchten…), dass Gerckens sich nun noch intensiver ihren Aktivitäten in der Christusgemeinde Barmbek Süd und ihrer „Arbeit unter Prostitutierten“ widmen wird…

Nicht nur, dass die Betriebserlaubnis von der Behörde nicht entzogen wurde (wie von Mission Freedom in dem Newsletter behauptet), sondern – erst nach Versand des Newsletters – festgestellt wurde, dass die Erlaubnis augrund des gekündigten Mietvertrags erloschen ist: Die Aussage, Gaby Wentland selbst sei im Januar von ehemaligen Mitarbeitenden auf Vorfälle hingewiesen worden und habe die Behörden informiert, widerspricht den bisherigen Äußerungen der Regierung von Schwaben und der eigenen Stellungnahme von Mission Freedom. In der Stellungnahme [Edit (16.06.2026): Mittlerweile hat Mission Freedom die Stellungnahme von der Homepage entfernt – wir haben hier nun die archivierte Seite verlinkt] von Mission Freedom auf dessen Webseite heißt es: „Anfang Februar meldeten ehemalige Mitarbeitende angebliche Missstände direkt an die Aufsichtsbehörde, ohne zuvor das Gespräch mit der Einrichtungsleitung zu suchen.“

Aber mit der „Wahrheit“ haben Gaby Wentland bzw. Mission Freedom es entgegen eigenem Bekunden ja noch nie so streng genommen

Zum aktuellen Stand der Entwicklungen siehe auch unsere Chronologie zu dem Fall, die immer wieder aktualisiert wird:

Kongress der Unfreiheit (Teil 2 1/2 )

FundiWatch im Podcast „Queerocracy Now!“ zum „Freiheit-Kongress“ von ggmh, Mission Freedom & Co.

FundiWatch war zu Gast im Podcast „Queerocracy Now!“ vom Bündnis „Selbstbestimmung Selbstgemacht (SBSG)“. Dort berichten wir von den Beobachtungen der regelmäßig stattfindenden „Konferenzen gegen Menschenhandel“ im christlichen Gästenzentrum Schönblick der Apis in Schwäbisch-Gmünd.

Über den diesjährigen Freiheit-Kongress berichten wir zur Zeit in einer mehrteiligen Artikelserie. Teil 3 steht noch aus. Und so folgt nun zur Verkürzung der Wartezeit quasi Teil „2 1/2″…

Im Gespräch mit Jyn und Zoe berichtet Stella, die dieses Jahr den Kongress für FundiWatch vor Ort beobachtet hat, von ihren Eindrücken. Matthias – dem dieses Jahr für den Kongress ein Hausverbot erteilt wurde – berichtet von seinen Erfahrungen aus der Kongressteilnahme im Jahr 2024 und was seither geschah. Zoe erklärt, was unter dem Thema „Rituelle Gewalt“ zu verstehen ist und welche (fragliche) Rolle dieses Thema auf den Kongressen und deren Umfeld spielt.

Vorwürfe gegen Mitveranstalter überschatten den diesjährigen Kongress…

Und das alles vor dem Hintergrund sehr aktueller Entwicklungen:

Denn zwei Tage vor Beginn des Kongresses wurde bekannt, dass aus der Kinder- und Jugendeinrichtung „Haus SeeNest“ alle Kinder wegen vermeintlich kindeswohlgefährdender Erziehungsmethoden vom Jugendamt in Obhut genommen wurden. Das Haus SeeNest ist eine Einrichtung des bereits seit Langem umstrittenen Vereins Mission Freedom, der Mitveranstalter des Kongresses war. Zu den Vorgängen im Haus SeeNest ermittelt mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft (mehr dazu hier).

Im Podcast wird deutlich, dass die Vorkommnisse im Haus SeeNest nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Denn scheinbar zunehmend in den Bereich der Sozialen Arbeit vordringende Gruppen mit ganz eigener „Rettungs-Agenda“, drohen die Professionalität der Sozialen Arbeit als wissenschaftsbasierte und sich der Wahrung der Menschenrechte und der Selbstbestimmung verpflichtet fühlende Profession zu unterlaufen. Um die Dimension dieser Gefahr einschätzen zu können, ist der Blick weit über den (vermeintlichen) Einzelfall Mission Freedom hinaus zu richten – wie auch die Erfahrungen auf dem Freiheit-Kongress zeigen.

Queerocracy Now! ist ein Podcast, der aktuelle Themen aus einer trans-, inter- und nicht-binären Perspektive zur kollektiven Selbstbestimmung mit einem Fokus auf Deutschland diskutiert.
 Der Podcast will eine kritische Stimme aus der Community und für die Community sein in einer entscheidenden Zeit, in der wir für Selbstbestimmung, Gleichheit und Freiheit für alle kämpfen. Immer Freitags alle zwei Woche da, wo ihr Podcasts hört.

Und jetzt: Möglichst viele Erkenntnisse beim Hören!

Chronologie zu Misshandlungsvorwürfen gegen das Haus SeeNest von Mission Freedom

Letze Aktualiserung am 14.06.2026

(Quelle Titelbild: BR24) Über die aktuellen Vorwürfe gegen das zum umstrittenen christlich-fundamentalistischen Verein Mission Freedom gehörenden Haus SeeNest berichten wir bereits seit dem 26.04.2026. An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Chronologie der aktuellen Entwicklungen zu Misshandlungsvorwürfen gegen die Kinder- und Jugendeinrichtung im Allgäu. Mission Freedom e.V. und die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH haben sich auf mehrfache Anfragen von FundiWatch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Auf Anfragen von FundiWatch an Mission Freedom e.V. und die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH mit der Bitte um Stellungnahme zu den Vorwürfen erhielten wir keine Antwort.

Die Seite wird immer wieder aktualisiert. Hinweise auf weitere Erkenntnisse und Berichte zu den Vorgängen nehmen wir gerne – sofern gewünscht auch vertraulich – entgegen!

Direkt zur Chronologie gehts hier.

Vorbemerkung

Bereits vor Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe berichteten wir wiederholt über die Einrichtung Haus SeeNest, den Verein Mission Freedom e.V. sowie dessen Vorsitzende, die evangelikale Predigerin Gaby Wentland.

Mission Freedom stand im Zuge einer Preisverleihung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bereits 2013 in erheblicher Kritik. In Folge dessen distanzierten sich Hamburger Stellen unter anderem wegen der Verbreitung von Falschdarstellungen, mangelnder fachlicher Standards und Zweifeln an der Seriosität des Vereins. Gleichwohl blieb die Kritik weitgehend folgenlos: Gaby Wentland blieb (selbst nachdem sie den US-Präsident Donald Trump als von Gott eingesetzt pries) über Jahre Mitglied im Vorstand der Evangelischen Allianz, Mission Freedom war weiterhin in zahlreiche Netzwerke eingebunden – unter anderem als Mitglied der Diakonie Hamburg sowie über weitere Organisationen, u.a. innerhalb des Netzwerkvereins Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh), zu dem nahezu 40 Mitgliedsorganisationen – teils auch aus dem US-evangelikalen Umfeld – gehören.

Nachdem Matthias (heute Gründungsmitglied von FundiWatch) im Sommer 2023 erfuhr, dass Mission Freedom im Allgäu eine vollstationäre Einrichtung für sexuell missbrauchte Minderjährige plante, begannen umfangreiche Recherchen zu Träger, Netzwerken und Konzept der Einrichtung. Die Recherche und weitere Hintergründe dazu haben wir mittlerweile auch auf unserer Webseite im Volltext veröffentlicht.

Nachdem die Erteilung der Betriebserlaubnis im Sommer 2024 kurzfristig mediale und politische Aufmerksamkeit erzeugte, geschah erst mal – nichts.

Ende April 2026 erschienen schließlich erste Medienberichte, wonach alle Kinder aufgrund von Vorwürfen kindeswohlgefährdender Erziehungsmethoden aus der Einrichtung in Obhut genommen wurden. Seitdem werden schrittweise weitere Details zu den Vorgängen im Haus SeeNest bekannt; inzwischen berichten zahlreiche regionale und überregionale Medien über den Fall.

Das Jugendamt Oberallgäu und die zuständige Heimaufsicht bei der Regierung von Schwaben erklärten öffentlich, die bekannt gewordenen Vorfälle stünden nicht im Zusammenhang mit der bereits zuvor kritisierten weltanschaulichen Ausrichtung des Trägers. Auf Nachfrage von FundiWatch erklärte die Heimaufsicht, man sei den bekannt gewordenen Vorfällen „im einzelnen nachgegangen“. Dabei habe sich gezeigt, dass diese „jeweils nicht im Zusammenhang mit der spezifisch-religiösen Ausrichtung des Trägers standen“. Das Jugendamt Oberallgäu verwies mit Blick auf laufende Ermittlungen darauf, sich hierzu nicht weiter äußern zu können.

Auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen zu Ausrichtung, Konzeption, Netzwerken und Arbeitsweise von Mission Freedom bestehen aus unserer Sicht erhebliche Zweifel daran, dass mögliche Zusammenhänge zwischen religiös-weltanschaulicher Ausrichtung und den aktuellen Vorgängen bereits abschließend bewertet werden können. Deshalb halten wir es für absolut notwendig, nicht nur die konkreten Vorwürfe selbst aufzuklären, sondern auch die Fragen, ob die Betriebserlaubnis überhaupt hätte erteilt werden dürfen, ob bestehende Warnsignale ausreichend berücksichtigt wurden und inwieweit weltanschauliche Prägungen, Organisationskultur oder Netzwerkstrukturen problematische Entwicklungen möglicherweise begünstigt haben.

Unseres Erachtens reichen die Vorgänge deutlich über einen Einzelfall hinaus. Sie werfen grundsätzliche Fragen zum zunehmenden Engagement christlich-fundamentalistisch geprägter Organisationen im Bereich Sozialer Arbeit (auch im Erwachsenenbereich!), zu staatlicher Aufsicht sowie zu Qualitäts- und Schutzstandards auf. FundiWatch veröffentlichte hierzu bereits im Sommer 2025 die von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Broschüre „Christlicher Fundamentalismus & Soziale Arbeit – Handreichung über Vorgehensweisen, Strategien und Netzwerke christlich-fundamentalistischer Akteurskonstellationen in der Sozialen Arbeit“, in der wir bereits auf Mission Freedom, das Haus SeeNest und relevante Netzwerke eingingen.

Wichtig ist uns abschließend: Im Mittelpunkt der hiesigen Kritik stehen nicht individuelle religiöse Überzeugungen einzelner Personen – auch wenn diese selbstverständlich ebenfalls Gegenstand von Kritik sein dürfen. Im Fokus steht vielmehr die Frage, wie weltanschaulich geprägte Organisationsformen, Arbeitsweisen und Machtstrukturen im Bereich Sozialer Arbeit wirken – insbesondere dort, wo Menschen in Abhängigkeits- oder Schutzverhältnissen leben und nach Unterstützung suchen.

Chronologie der Ereignisse

(Stand: 13.06.2026)

09.02.2026:
Meldungen ehemaliger Mitarbeitender der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH über Missstände im Haus SeeNest erreichen die Regierung von Schwaben als zuständige Heimaufsicht. Die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und die pädagogische Heimleitung werden von der Heimaufsicht angehört.

05.03.2026:
Die Heimaufsicht erlässt ein Tätigkeitsverbot für die bisherige pädagogische Leitung des SeeNest und ordnet den Sofortvollzug der Maßnahme an.

12./24.03.2026:
Die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH legt Widerspruch gegen das Tätigkeitsverbot ein. Kurz darauf geht sie im Wege eines Eilverfahrens vor dem Verwaltungsgericht Augsburg gegen den Sofortvollzug des Tätigkeitsverbots vor.

13.04.2026:
Das Verwaltungsgericht Augsburg weist den Antrag der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH in einem Beschluss (Az. Au 3 S 26.987) zurück. Das Tätigkeitsverbot gegen die pädagogische Leitung bleibt in Kraft.

15.04.2026:
Auf der Webseite christliche-jobboerse.de veröffentlicht die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH eine Stellenausschreibung für die pädagogische Leitung einer heilpädagogisch-therapeutische Wohngruppe im Allgäu. Die Position sei zunächst als „Interimsfunktion“ vorgesehen. Sie „könne – je nach Entwicklung – perspektivisch in eine längerfristige Zusammenarbeit übergehen„. Laut Profilbeschreibung wird u.a. erwartet: „Bereitschaft, die Arbeit auf Grundlage eines christlichen Menschenbildes mitzutragen„.

17.04.2026:
Das ortsansässige Jugendamt Oberallgäu nimmt alle sechs in der Einrichtung untergebrachten Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in Obhut. Die Kinder werden anderweitig untergebracht.

24. – 26.04.2026:
Die Vorfälle werden durch diverse Medienberichte öffentlich: BR24 berichtet über die Inobhutnahmen von sechs Kindern in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Oberallgäu. Auch die Allgäuer Zeitung und Antenne Bayern berichten über die Vorgänge und bereits in der Vergangenheit bestehende Kritik an der Einrichtung.

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) nimmt in einer Pressemitteilung auf die Vorgänge Bezug und warnt vor ideologischen Einflüssen auf die stationäre Jugendhilfe. Der DBSH fordert eine vollumfassende Aufklärung, strenge Aufsicht über entsprechende Einrichtungen und besseren Schutz vor Pseudowissenschaften in der Kinder- und Jugendhilfe.

Namen und Träger der Einrichtung werden in den Berichten nicht genannt. Aus den erwähnten Details ergibt sich jedoch eindeutig dass es sich um das Haus SeeNest in Immenstadt handelt. FundiWatch macht am 26.04. öffentlich, dass es sich bei der fraglichen Einrichtung um das zu Mission Freedom gehörende Haus SeeNest handelt, dessen Träger die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH ist.

Als Grund der Inobhutnahme nennen Heimaufsicht und Jugendamt auf Anfragen von FundiWatch „gewichtige Anhaltspunkte für eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls“. Hierunter zählten laut Jugendamt „u.a. fragwürdige Erziehungsmaßnahmen, wie beispielswiese ein unangemessener Umgang mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen gegenüber den betreuten Kindern.

Auf spätere Anfrage von FundiWatch, warum die Inobhutnahmen erfolgten, obwohl die Heimleitung aufgrund des Tätigkeitsverbots bereits nicht mehr im SeeNest tätig sein durfte, teilt das Jugendamt mit, dass es aus Sicht des Jugendamtes Anhaltspunkte dafür gab, dass die Anwendung der fragwürdigen Erziehungsmaßnahmen gegenüber den betreuten Kindern nicht nur auf die Leitung beschränkt war.“ (Hervorhebung d.d.Verf.)

26.-29.04.2026:
Bereits zum dritten Mal findet der sog. Freiheit-Kongress im christlichen Gästezentrum Schönblick statt. Zu den Veranstaltern gehören neben Mission Freedom des Weiteren die Evangelische Allianz Deutschland (EAD), Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh), return gGmbH, Aktion Hoffnungsland gGmbH und die Schönblick gGmbH. In einer Artikelserie berichten wir über den Kongress, an dem auch mehrere Politiker*innen teilnahmen.

Beobachter*innen berichten FundiWatch, dass die Vorgänge um das Haus SeeNest auf dem Kongress nicht öffentlich thematisiert wurden. Die Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH war zur Moderation des Films „Blinder Fleck“ vorgesehen, dem u.a. die Verbreitung verschwörungsideologischer Narrative über vermeintliche Fälle sog. ritueller Gewalt vorgeworfen wird (vgl. unseren Artikel hier).

30.04.2026:
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Vorgänge und stellt ebenfalls den Bezug zum Haus SeeNest, der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und Mission Freedom her.

Der BR berichtet erneut über den Fall und berichtet von 29 Polizeieinsätzen seit Eröffnung der Einrichtung. Ein Kind habe sich von einem Balkon abgeseilt, Nachbarn hätten immer wieder Hilferufe aus dem Heim gehört. [Edit: Ergänzung kurz nach Veröffentlichung:] Auf spätere Nachfrage von FundiWatch teilt die Heimaufsicht mit, ihr sei nur ein Polizeieinsatz wegen eines abgängigen Kindes bekannt. Angebliche weitere Einsätze seien der Behörde von keiner Seite gemeldet worden. Das ortsansässige Jugendamt teilt mit, ihr seien nur Meldungen aus dem Jahr 2024 bekannt, die eine einzelne Jugendliche betrafen. Die Polizei teilt auf Anfrage mit, alle Einsätze ordnungsgemäß gemeldet zu haben.

Gaby Wentland, die sich nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußert, veröffentlicht auf ihrem Youtube-Kanal ein Predigtvideo unter dem Titel „Widerstände überwinden„.

02.05.2026:
Mission Freedom veröffentlicht zu den Vorgängen eine Stellungnahme auf seiner Homepage. Ehemalige Mitarbeitende hätten angebliche Missstände direkt an die Aufsichtsbehörde gemeldet, ohne zuvor das Gespräch mit der Einrichtungsleitung zu suchen. Eine von Mission Freedom im März beauftragte „externe Kinderschutzfachkraft“ habe nach Prüfung festgestellt, dass keine aktuelle Kindeswohlgefährdung vorliege. Durch die Inobhutnahmen seitens der Behörden seien die Kinder „retraumatisiert“ worden. Man bedaure die Entwicklungen und prüfe weitere Schritte.

03.05.2026:
Die taz berichtet über die Vorfälle. Die Regierung von Schwaben prüfe den Widerruf der Betriebserlaubnis für das Haus SeeNest. Zudem weist die taz auf eigene frühere Recherchen zu Zuständen in „Schutzhäusern“ von Mission Freedom für Betroffene von Menschenhandel und „Zwangsprostitution“ hin: Demnach hätten die Frauen nach Recherchen der taz keine weltliche Musik mehr hören dürfen, ihr Handy abgeben müssen und nicht ohne Begleitung das „Schutzhaus“ verlassen dürfen.

04.05.2026:
In einer Anfrage zum Plenum im Bayerischen Landtag richtet die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel (Bündnis 90 / Die Grünen) Fragen an die Bayerische Staatsregierung zu den aktuellen Vorkommnissen im Haus SeeNest.

Unter anderem fragt Triebel, ob beabsichtigt sei, die Betriebserlaubnis zu widerrufen und wie die Grundkonzeption des Trägers Mission Freedom nach den Vorfällen neu bewertet werde, auch im Hinlick auf Forderungen des DBSH, eine Trennung von missionarischem Eifer und professioneller Unterstützung zu gewährleisten.

Die Staatsregierung verweist in ihrer Antwort auf das laufende Verfahren, dessen Ergebnis abgewartet werden müsse. Die Vorfälle stünden laut Rückmeldung der Heimaufsicht „wohl in keinem Zusammenhang mit der religiösen Ausrichtung des Trägers„.

04./05.05.2026:
Erstmals greifen Medien aus dem christlichen Umfeld die Vorgänge auf: Die evangelikalen Magazine pro und Idea (hier und hier) berichten über die Vorgänge und die Kritik von Mission Freedom an dem behördlichen Vorgehen.

Gegenüber Idea teilt der Verein Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh) – einem Bündnis von knapp 40 Organisationen, bei dem auch Mission Freedom Mitglied und in dessem Vorstand Gaby Wentland vertreten ist – mit, Wentland lasse ihr Vorstandstätigkeit bei ggmh bis zur Klärung der aktuellen Vorwürfe ruhen.

Der Bericht von Idea wird auch im Newsletter des Arbeitskreis Religionsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) wiedergegeben.

05.05.2026:
Mission Freedom ergänzt auf seiner Webseite die Stellungnahme zum Haus SeeNest durch ein knappes Update: „Aufgrund der weiteren Entwicklungen wurde der Betrieb eingestellt. Der Träger wird zudem keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgen.

10.05.2026:
Durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg (67c IN 195/26) wird für die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

11.05.2026:
Auf Anfrage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Kempten erfährt FundiWatch, dass diese ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener eingeleitet hat. Aktuell werde gegen eine Person ermittelt. Das Ermittlungsverfahren wurde laut Staatsanwaltschaft „auf Grund des Ergebnisses geführter Vorermittlungen eingeleitet, welches im Zusammenhang mit der Presseberichterstattung über die Inobhutnahme von Kindern im Haus SeeNest geführt wurde.“

12.05.2026:
Eine dpa-Mitteilung, die u.a. von der Zeit und weiteren Medien wiedergegeben wird berichtet über die Vorgänge im Haus SeeNest und die Einleitung des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens gegen die Heimleitung. Die Wohnung einer beschuldigten Person sowie die Einrichtung selbst seien durchsucht worden.

Am gleichen Tag teilt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg (KJF) gegenüber FundiWatch mit, dass die KJF den mit Mission Freedom bestehenden Mietvertrag über das Haus SeeNest nach den Inobhutnahmen fristlos gekündigt habe.

21.05.2026:
Auf Anforderung beim Verwaltungsgericht Augsburg erhält FundiWatch die bereits erwähnte Gerichtsentscheidung vom 13.04.2026 zum Sofortvollzug des Tätigkeitsverbots gegen die Heimleitung übersendet. In der Entscheidung werden erschütternde Behandlungsmethoden geschildert. Aus der Entscheidung geht zudem hervor, dass die Handlungen offenbar unter Mitwirkung verschiedener Mitarbeitender vorgenommen wurden und sich offenbar über einen längeren Zeitraum zugetragen haben.

FundiWatch weist verschiedene Medien auf die Gerichtsentscheidung hin, was in den nächsten Tagen u.a. von der Süddeutschen Zeitung, dem Bayerischen Rundfunk und der Allgäuer Zeitung in Berichten über den Inhalt des Gerichtsbeschlusses aufgegriffen wird.

28.05.2026:
Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH Insolvenz angemeldet habe und geht ausführlich auf die Hintergründe der Vorgänge ein. Die Regierung von Schwaben habe gegenüber der Zeitung mitgeteilt, einen etwaigen Widerruf der Betriebserlaubnis für das Haus SeeNest nun abschließend geprüft zu haben und jetzt zu beabsichtigen, die Erlaubnis zu widerrufen. Die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH habe angekündigt, die Erlaubnis „zurückzugeben“. Eine Sprecherin von Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh) habe mitgeteilt, dass Gaby Wentland ihr dortiges Vorstandsamt niedergelegt habe.

Nach Recherchen von FundiWatch wird Gaby Wentland auf der Webseite von ggmh tatsächlich nicht mehr als Mitglied des Vorstands gelistet. Mission Freedom selbst wird hingegen weiterhin als Mitgliedorganisation von ggmh geführt. Das Titelbild der Seite zeigt Wentland weiterhin gemeinsam mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Frank Heinrich (ehem. MdB, CDU), Gerhard Schönborn (Neustart e.V.), Heike Menzel-Kötz (Blickfeld Menschenhandel e.V.), Klaus Engelmohr (Augsburger / innen [sic!] gegen Menschenhandel) und Angela Fischer (Heilsarmee Deutschland).

29.05.2026:
Die taz veröffentlicht zu den Vorgängen um das Haus SeeNest einen Kommentar der Redakteurin Eiken Bruhn unter dem Titel „Glaube an Jesus reicht nicht, um ein Kinderheim zu betreiben“. In dem Kommentar kritisiert Bruhn die Erteilung der Betriebserlaubnis für das Haus SeeNest im Hinblick auf bereits seit Jahren bekannte Kritik. Hierzu weist sie auch auf eine öffentliche Distanzierung von Mission Freedom seitens Hamburger Stellen hin und verweist dazu auf Berichte der taz bereits aus dem Jahr 2013.

01.06.2026:
Der Fachverband Traumapädagogik e.V. teilt auf Anfrage von FundiWatch mit, man habe den Vorstandsbeschluss gefassst, die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH mit sofortiger Wirkung aus dem Fachverband auszuschließen. Zu unseren Nachfragen unter welchen Voraussetzungen eine Organisation aus dem Verband ausgeschlossen werden könne geht der Verband nicht näher ein, teilt jedoch mit, dass man zu internen Prozesse „in ständiger Reflexion und Weiterentwicklung und in dieser Hinsicht auch im Austausch im kooperierenden Fachgesellschaften“ sei.

03.06.2026:
Die Webseite 2mind.org mit christlichem Hintergrund berichtet unter Bezugnahme auf einen aktuellen Newsletter von Mission Freedom: Mission Freedom habe darin mitgeteilt, einige „Veränderungen vorgenommen“ zu haben. So sei dem Haus SeeNest die Betriebserlaubnis entzogen worden und die pädagogische Leitung des Hauses sei freigestellt worden. Die verantwortliche Geschäftsführerin verlasse den Verein.

FundiWatch konnte diese Angaben bisher noch nicht überprüfen. Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH ist Inga Gerckens, die nach eigenen Angaben bereits seit 10 Jahren für Mission Freedom tätig ist und die dortigen „Schutzhäuser“ leitet.

Edit (13.06.): Der erwähnte Newsletter von Mission Freedom vom 31.05.2025 liegt FundiWatch mittlerweile vor. Tatsächlich heißt es in dem Newsletter – in dem auch über den Freiheit Kongress berichtet wird – unter der Überschrift „Wir nehmen einige Veränderungen vor“: Gaby Wentland habe im Januar 2026 Rückmeldungen ehemaliger Mitarbeitender zur pädagogischen Leitung im Haus SeeNest erreicht. Diese seien „verantwortungsvoll an die Regierung von
Schwaben weitergegeben“ worden. Anschließend seien verschiedene behördliche Schritte eingeleitet worden. Trotz des eigenen „Einsatzes“ und eines eingelegten Widerspruchs seien die Entscheidungen der Regierung von Schwaben bestehen geblieben. Schließlich seien die Inobhutnahmen erfolgt und kurz darauf die Genehmigung zum Betrieb der Einrichtung „entzogen“ worden. Die Entwicklung bewege Mission Freedom sehr. Gleichzeitig blicke man „dankbar auf alles, was im Haus SeeNest mit Herz, Einsatz und Hingabe aufgebaut wurde“. Schließlich wird mitgeteilt, dass Inga Gerckens, die Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und langjährige Leiterin der „Schutzhäuser“ von Mission Freedom sich Ende Juli „neuen beruflichen Wegen widmen“ werde.
Mission Freedom wünsche Gerckens, deren Arbeit Mission Freedom „nachhaltig geprägt“ habe „alles Gute und viel Segen für Ihre Zukunft„. Mit Mission Freedom erlebe man seit 15 Jahren, wie „Gott Mission Freedom und leitet„. Man vertraue darauf, „dass Gottes Wirken weitergeht„. Gaby Wentland wolle künftig „besonders in die Ausbildung neuer Mitarbeiterinnen investieren, damit noch mehr betroffene Frauen kompetent, liebevoll und hoffnungsvoll begleitet werden können„.

Die Aussage, Gaby Wentland selbst sei im Januar von ehemaligen Mitarbeitenden auf Vorfälle hingewiesen worden und habe die Behörden informiert, widerspricht den bisherigen Äußerungen der Regierung von Schwaben und der eigenen Stellungnahme von Mission Freedom. In der Stellungnahme von Mission Freedom auf dessen Webseite heißt es: „Anfang Februar meldeten ehemalige Mitarbeitende angebliche Missstände direkt an die Aufsichtsbehörde, ohne zuvor das Gespräch mit der Einrichtungsleitung zu suchen.“

Auf Anfrage von FundiWatch bei der Regierung von Schwaben teilte diese mit, die Betriebserlaubnis sei nicht im engeren Sinne „entzogen“ worden. Da die Erlaubnis gebäudebezogen erteilt wurde, der Mietvertrag für das Haus SeeNest durch die Katholischen Jugendfürsorge der Diözese mittlerweile jedoch fristlos gewkündigt wurde, sei die Erlaubnis erloschen. Hierüber habe die Behörde am 03.06.2026 einen Feststellungsbescheid gegenüber der Trägerin erlassen. Unabhängig davon habe die Behörde bereits die Voraussetzungen für den Widerruf der erteilten Betriebserlaubnis abschließend geprüft und beabsichtigt, die Betriebserlaubnis zu widerrufen. Aufgrund des Erlöschens der Betriebserlaubnis bedürfe es des Widerrufs nun jedoch nicht mehr. Zum Tätigkeitsverbot gegen die pädagogische Heimleitung habe die Trägerin erklärt, das Verfahren derzeit wegen der angemeldeten Insolvenz der Trägerin Himmelsstürmer Deutschland gGmbH nicht weiterzuführen. Da die Behörde nicht davon ausgehe, dass die Trägerin das Widerspruchsverfahren wieder aufnehmen wird, sei insofern für die Regierung von Schwaben das Verfahren insgesamt abgeschlossen.

05.06.2026:
Die Vorgänge im Haus SeeNest werden von Boulevard-Medien aufgegriffen: Die BILD-Zeitung berichtet über den Fall, zeigt vermeintliche Innenaufnahmen des Haus SeeNest und ein verfremdetes Bild der pädagogischen Leitung des SeeNest, die sich gegenüber der Zeitung nicht zu den Vorwürfen äußern wollte. Das Haus SeeNest mache mittlerweile einen verlassenen Eindruck, ein polizeiliches Sigel an der Eingangstür sei mittlerweile gebrochen. Nachbarn hätten berichtet, Mitarbeitende hätten tagelang Umzugskisten in ein Haus in der Nähe gebracht.

08.06.2026:
Auf Anfrage von FundiWatch teilt die Diakonie Hamburg mit, dass ein satzungsgemäßes Verfahren zur Beendigung der Mitgliedschaft von Mission Freedom bei der Diakonie Hamburg eingeleitet wurde. Mission Freedom habe daraufhin im Zusammenhang einer Anhörung „ohne auf die Vorwürfe einzugehen“ seinerseits um Austritt aus dem Landesverband gebeten. Man habe sich nun auf eine einvernehmliche Aufhebung der Mitgliedschaft zum nächstmöglichen Zeitpunkt zum 30.06.2026 verständigt.

Auf Anfrage von Fundiwatch nimmt die Staatsanwaltschaft Kempten zum Stand der Ermittlungen Stellung: Die Staatsanwaltschaft habe „auf Grund der Presseberichterstattung Anfang Mai 2026“ zunächst ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Die Vorermittlungen führten zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die (ehemalige) pädagogische Heimleiterin wegen des Anfangsverdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen. Die Ermittlungen dauern an. Auf Grund der bereits vorliegenden Ermittlungsergebnisse, Angaben von Zeugen und unter Berücksichtigung, dass die Heimleitung zum Zeitpunkt der Inobhutnahmen bereits nicht mehr in der Einrichtung tätig war, werde geprüft, ob die Ermittlungen gegen weitere Personen wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen von Amts wegen ausgeweitet werden müssen. Zudem prüfe die Staatsanwaltschaft auf Grund einer Anzeigeerstattung, „ob gegen angezeigte Personen ein Anfangsverdacht strafbaren Handelns besteht und ob Ermittlungen einzuleiten sind„. Die Frage von FundiWatch, ob die Staatsanwaltschaft – statt von den Vorgängen aus der Presse zu erfahren – erwartet oder sich gewünscht hätte, hierüber durch die Regierung von Schwaben oder das Jugendamt Oberallgäu informiert zu werden, könne die Staatsanwaltschaft nicht beantworten, da „es nicht Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist dies zu kommentieren„.

Die Aktion Mensch, die die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH als Träger des Haus SeeNest gefördert hat, teilt auf Anfrage von FundiWatch mit, dass nicht ausgezahlte Mittel derzeit nicht weiter ausgezahlt werden. Bereits nach öffentlicher Kritik an der Erteilung der Betriebserlaubnis hatte man eine Vor-Ort-Besichtigung der Einrichtung durchgeführt. Dabei seien „einzelne Aspekte vertieft betrachtet und im weiteren Verlauf aufmerksam begleitet“ worden. Zum damaligen Zeitpunkt hätten jedoch keine belastbaren Erkenntnisse vorgelegen, „die eine Beendigung der Förderung auf rechtlich tragfähiger Grundlage gerechtfertigt hätten„. Gleichwohl hatte sich Aktion Mensch im Anschluss mit der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH darauf verständigt, dass Fördersigel der Aktion Mensch von der Homepage der Himmensstürmer zu entfernen. Die Förderung selbst wurde jedoch fortgeführt. Eine wesentliche Veränderung der Sachlage habe sich erst im Frühjahr 2026 durch Maßnahmen der zuständigen Behörden im Zusammenhang mit den Inobhutnahmen ergeben. Vor diesem Hintergrund habe man unverzüglich reagiert. Nun sei der Träger gesperrt, und etwaige weitere Schritte – einschließlich möglicher Rückforderungen – würden aktuell rechtlich geprüft.

10.06.2026:
RTL berichtet über die Vorwürfe gegen das Haus SeeNest sowie die Kritik an Mission Freedom und interviewt Matthias von FundiWatch, der bereits seit langem zu dem Verein recherchiert. Bei der Ausstrahlung bei RTL Punkt 12 wurde noch ein Predigtausschnitt von Gaby Wentland gezeigt, in dem sie über den Satan predigt und empfiehlt, keine Medien mehr zu konsumieren (ist in der Mediatheksfassung nicht mehr enthalten). Die Aussage von Matthias zu den Befreiungsdiensten bezog sich insbesondere auf den Befreiungsdienst SOZO, in dem sich Gaby Wentland und die Geschäftsführerin der Himmesstürmer Deutschland gGmbH haben schulen lassen. Ob diese Praxis tatsächlich im Haus SeeNest angewendet wurde, ist uns nicht bekannt.

Talk der Evangelischen Akademie Frankfurt zur „Prostitutions-Anstalt“

Eine Bühne (auch) für christlichen Fundamentalismus?

Regelmäßig veranstaltet die Evangelische Akademie Frankfurt die Reihe „Humor ist…“ zu den aktuellen Folgen der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt„. Am 06.05. ging es nun um die sog. „Prostitutions-Anstalt“ vom 28.04.2026, die bereits kontroverse Reaktionen ausgelöst hat (Livestream weiterhin hier abrufbar).

Sexarbeiter*innen selbst waren auf dem Podium zur Diskussionsrunde nicht vertreten. Als Diskutant*innen trafen dort Dr. Nathalie Eleyth von der Universität Zürich und Kerstin Neuhaus, vorgestellt als Referentin beim Bundesverband Nordisches Modell e.V., aufeinander.

Doch Kerstin Neuhaus ist „mehr“ als das – und weitreichend in der christlich-fundamentalistischen „Anti-Sexarbeit-Bewegung“ vernetzt. Überraschenderweise blieb das jedoch unerwähnt. Und das, obwohl sich offenbar auch die Redaktion der „Anstalt“ einseitig auf (vorsichtig formuliert) „fragliche“ Quellen bezog.

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Anekdotische Evidenz voller Widersprüche trifft auf komplexe Wissenschaft

Die gegenläufigen Einschätzungen der beiden Podiumsgäst*innen zur „Anstalt“ wurden schnell deutlich:

Kerstin Neuhaus zeigte sich von der Folge der “Anstalt” begeistert. Und nutzte – wenig überraschend – die Gelegenheit, für die Umsetzung des sog. „Nordischen Modells“ in Deutschland zu werben. Und zwar v.a. mit anekdotischer Evidenz.

Matthias Blöser (Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN), Kerstin Neuhaus, Dr. Nathalie Eleyth (v.l.n.r.); Quelle: Youtube, Evangelische Akademie Frankfurt

Mit dem Begriff „Nordisches Modell“ ist eine Kriminalisierung der Nachfrage von Sexarbeit gefragt. Zunächst in Schweden eingeführt, streben schwedische Anhänger*innen seit mehr als einem Vierteljahrhundert danach, dieses zutiefst sexarbeitsfeindliche Regime auch in anderen Ländern zu etablieren. Vertreter*innen dieses Prostitutionsregimes behaupten, dass Sexarbeiter*innen durch das Vergütungsverbot ihrer Tätigkeit „entkriminalisiert“ würden. Doch Selbstvertretungen, Fachverbände und Menschenrechtsorganisationen berichten stattdessen eine Zunahme von Stigma und Diskriminierung und erteilen dieser Politik seit Langem eine kategorische Absage. Das erwähnte auch die „Anstalt“ am Rande – ohne sich jedoch mit den Grundlagen dieser Position auseinanderzusetzen. Im Faktencheck zur Sendung finden sich diese breit in der wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung vorhandenen Einwände jedenfalls nicht wieder.

Weil Neuhaus mal in Schweden war, und sich dort mit anderen Befürworter*innen des „Nordischen Modells“ getroffen hat, weiß sie, dass ein sog. Sexkaufverbot gut ist… Auf dieser Ebene schiebt Neuhaus Kritik an der Kriminalisierung der Nachfrage beiseite – mit Verweis auf ihre persönlichen Eindrücke. Außerdem sollten sexuelle Handlungen laut Neuhaus nur dann stattfinden, wenn beide Seite dies tatsächlich wollen. Ist Geld im Spiel, sei für sie Einvernehmlichkeit ausgeschlossen, so Neuhaus.

Eleyth hingegen kritisierte die Sendung und die Forderung nach einem sog. Sexkaufverbot unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Studien deutlich.

Gegenüber FundiWatch resümmiert Eleyth die Veranstaltung:

„Die Diskussion hat für mich noch einmal bestätigt, dass die sog. Antiprostitutionsbewegung häufig nicht von den Rechten und Stimmen von Sexarbeiter*innen ausgeht, sondern von einer bestimmten Sexualmoral, die mithilfe des Strafrechts durchgesetzt werden soll.

Dabei wird moralische Ablehnung mit rechtspolitischer Notwendigkeit verwechselt. Empirische Befunde zu den Folgen von Kriminalisierung, Verdrängung und Stigmatisierung werden kaum ernst genommen, während Sexarbeit, sexualisierte Gewalt und Menschenhandel rhetorisch so ineinandegeschoben werden, als handele es sich um dasselbe.

Das ist nicht nur wissenschaftlich unsauber, sondern auch ethisch problematisch: Schutz entsteht nicht durch Entmündigung, sondern durch Rechte, Sicherheit, Beratung und Respekt vor der Selbstdeutung von Menschen in der Sexarbeit.“

Wer ist Kerstin Neuhaus?

Völlig unerwähnt bleibt in der Diskussion, dass Kerstin Neuhaus keine unabhängige Expertin ist sondern in diversen Netzwerken vorrangig aus dem christlich-fundamentalistischen Spektrum aktiv ist.

Da lohnt es sich – gerade auch im Hinblick auf aktuelle Vorkommnisse – genauer hinzusehen. Wieso in der Evangelischen Akademie Frankfurt genau dieser Hinweis ausblieb, müssen die Veranstaltenden beantworten.

AugsburgerInnen gegen Menschenhandel e.V. & Freikirche „Projekt X“

Denn neben ihrer Tätigkeit beim Bundesverband Nordisches Modell ist Neuhaus Geschäftsführerin des Vereins AugsburgerInnen gegen Menschenhandel. Vorsitzender des Vereins ist der evangelikale Pastor Klaus Engelmohr, der zugleich die Augsburger Freikirche Projekt X Augsburg leitet.

Quelle: auxgegenmh.de/verein
Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V. (ggmh)

AugsburgerInnen gegen Menschenhandel ist Mitglied im evangelikal ausgerichteten Netzwerkverein Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh), über den wir bereits mehrfach berichteten und zu dem rund 40 Mitgliedsorganisationen gehören.

Engelmohr ist Mitglied im Vorstand von ggmh, zu dessen weiteren Mitgliedern neben dem ehemaligen Vorsitzenden der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) und ehemaligen Bundestagsabgeordneten (CDU) Frank Heinrich, seinerseits lange aktiv bei der Heilsarmee, auch die Vorsitzende des umstrittenen Vereins Mission Freedom, Gaby Wentland, gehört.

Aus der vollstationären Einrichtung für minderjährige Betroffene von sexueller Gewalt „Haus SeeNest“ von Mission Freedom wurden gerade erst alle Kinder vom Jugendamt Oberallgäu wegen mutmaßlich kindeswohlgefährdender Erziehungsmethoden in Obhut genommen. Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen die Heimleitung wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener. Mittlerweile hat Mission Freedom mitgeteilt, den Betrieb des Haus SeeNest eingestellt zu haben und keine rechtlichen Schritte mehr zu verfolgen. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen laufen weiter. Mehr dazu hier.

Gegenüber dem evangelikalen Medienmagazin Idea teilte ggmh mit, Gaby Wentland lasse ihre Vorstandstätigkeit dort bis zur Klärung der Vorwürfe vorläufig ruhen.

Neustart e.V. und Samaritan’s Purse

Ihr Anerkennungspraktikum absolvierte Neuhaus beim Berliner Verein Neustart – christliche Lebenshilfe e.V. unter Leitung von Gerhard Schönborn. Der Verein betreibt ein Café am Straßenstrich in der Berliner Kurfürstenstraße.

Hervorgegangen ist Neustart aus einem zuvor am gleichen Ort betriebenen „Drogenhilfeprojekt“ der US-amerikanischen umstrittenen Organisation Teen Challenge, der unter anderem das Angebot sog. Konversionsbehandlungen nachgesagt wird. Im Archiv des Schwulen Museum Berlin befindet sich eine Broschüre mit dem Titel „Homosexuelle Lesbische Onanie“. Neustart e.V. gibt selbst auf seiner Homepage an, aus Teen Challenge hervorgegangen zu sein.

Quelle: Schwules Museum Berlin, Instagram

Heute teilt sich Neustart seine Räumlichkeiten an der Kurfürstenstraße mit Alabastar Jar, einem Projekt der aus den USA stammenden evangelikalen Organisation Samaritan’s Purse. Samaritan’s Purse ist in Deutschland vor allem auf Grund ihrer umstrittenen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bekannt ist. Geleitet wird Samaritan’s Purse vom US-Evangelikalen Franklin Graham – den auch Trumps Jesus-Vergleiche nicht von seiner Unterstützung für den US-Präsidenten abhielten.

Neustart und Samaritans Purse sind ebenfalls Mitglied bei ggmh, Schönborn ist Mitglied im Vorstand.

Zitate-Kartell für die „Welt ohne Prostitution“

An Neuhaus sieht man, wie eng die Anti-Sexarbeitsbewegung kooperiert.

Die Bewegung zitiert sich selbst und macht dabei auch vor wissenschaftlich fragwürdigen Daten keinen Halt, die auf diesem Wege oft erhebliche Reichweite und – trotz gegenläufiger wissenschaftlicher Erkenntnisse – nicht selten eine „Schein-Seriosität“ erreichen.

Dazu kann man durchaus auch das Buch des schwedischen Kripobeamten Simon Häggström „Im Namen der Frauen“ zählen. Im letzten Jahr organisierte die Bewegung für den schwedischen Polizeibeamten eine Lese-Reise. Häggström ist in der Prostitution-Unit in Stockholm tätig. Community-Berichte von Sexarbeitenden enthalten scharfe Kritik an dieser Einheit.

Häggström ist aktuell einer der großen „Stars“ der Anti-Sexarbeitsbewegung, der auch in Deutschland durch die Lande zieht und u.a. beim Magazin Emma publiziert. Und auch Neuhaus ist ein großer „Häggström-Fan“…

Links: Buch „Auf der Seite der Frauen“ von Simon Häggström; rechts: Simon Häggström mit Kerstin Neuhaus (Quelle: Instagram, Kerstin Neuhaus)

Die deutsche Fassung von Häggströms Buch wurde von Kerstin Neuhaus redigiert. Der Einleitungstext wurde von Neuhaus, Klaus Engelmohr und Gerhard Schönborn verfasst. Das „Schweden-verklärende“ Vorwort stammt von Huschke Mau.

Und auch die “Anstalt” hatte es offensichtlich nicht nötig, diese Polizeiverliebtheit des karzeralen Feminismus kritisch zu hinterfragen.

Der Freiheit-Kongress im Schönblick

Kerstin Neuhaus nahm auch regelmäßig auf dem u.a. von ggmh, der Evangelischen Allianz Deutschland und Mission Freedom veranstalteten Freiheit-Kongress im christlichen Kongresszentrum Schönblick (Aktion Hoffnungsland) teil. Gerade berichtet FundiWatch hier in einer Beitragsreihe über das großaufgezogene Event.

Neben Angeboten zu „Heilenden Ölen“ von DoTerra, ominösen „Befreiungsgebeten“ wie Bethel SOZO (auf dem Kongress 2024), „Bekehrungsgeschichten“ und Lobpreis lassen sich dort zunehmend auch Politiker*innen verschiedener Parteien von Anekdoten christlich-fundamentalistischer Akteur*innen radikalisieren.

Komplexität wird auf solchen Events reduziert, abweichende Stimmen nicht eingeladen und Kritiker*innen lässt man lieber vor Ort nicht zu.

Kritischer Umgang mit christlich-fundamentalistischer Gruppen in der Sozialen Arbeit? Fehlanzeige.

Zurück zum Talk in der Evangelischen Akademie Frankfurt: Dass christlich-fundamentalistische „Rettungs-“ und Missionierungsphantasien nichts mit professioneller Sozialer Arbeit zu tun haben (sollten!) blieb eine Leerstelle der Veranstaltung. Und das, obwohl mit Kerstin Neuhaus eine Multiplikatorin dieser Bewegung auf dem Podium saß.

Vielen Fürsprecher*innen des Sexkaufverbots scheint es völlig egal zu sein, mit welchen Gruppen sie sich bei den Themen Sexarbeit und Menschenhandel einlassen. Dass diese Gruppen ein erhebliches Risiko für Schutzsuchende bedeuten können, sollten die Vorgänge im Haus Seenest eigentlich vor Augen führen. Doch bislang wird diese Gefahr als “Kollateralschaden” für die Durchsetzung der eigenen Ziele billigend in Kauf genommen.

Umso bedauerlicher, dass genau das nun bei einer Veranstaltung eines christlichen Veranstalters völlig ausgeblendet wurde.

Max Uthoff als Lobbyist christlicher Fundamentalist*innen?

In einer Szene der „Prostitutions-Anstalt“ klagt Uthof auf der Couch eines „Psychologen“, man kritisiere in der Sendung die „Liberalisierung des Sexkaufs“ und befinde sich damit in Gesellschaft „von sehr zwielichtigen Typen„.

Uthoff bezieht sich auf die Forderung der CDU/CSU nach einem Vergütungsverbot für Sexarbeit. Uthoff wisse ja, dass das Modell nicht „der Weiseheit letzter Schluss sei“ aber im Grunde fände er das im Vergleich „mit dem was wir haben richtig. Leider.

Ja, Herr Uthoff, leider! Denn die konkreten negativen Konsequenzen des „Nordische Modells“, das ja in unterschiedlichen Varianten in einigen Ländern in Kraft ist, sind – wenn man es wissen will – nachlesbar. Doch gerade diese wissenschaftlichen Studien und Erhebungen blendet die „Prostitutions-Anstalt“ selbstgefällig aus. Stattdessen keilte man gegen die heterogene Sexarbeitsbewegung, die seit Jahrzehnten um Nicht-Diskriminierung und Arbeitsrechte kämpft.

Vielleicht überdenken Sie, lieber Herr Uthoff und liebe Maike Kühl noch einmal, bei welchen Quellen Ihre Redaktion recherchiert und ob diese Informationen seriös sind.

Das christliche Medienmagazin Pro zeigt sich in einem Artikel von Anna Lutz unter der Übersschrift „(Auch) Christen bewegen was beim Thema Prostitutionsverbot“ jedenfalls begeistert von der Sendung:

„So deutlich wurde in einer deutschen TV-Sendung selten für ein Prostitutionsverbot geworben! Und dann auch noch in einer Satiresendung…“

Ein Kommentar von Pro auf Facebook zu dem Artikel macht es noch deutlicher. Dort heißt es:

„Dass Uthoff und Co. hier so deutlich werden, liegt nicht nur an der eindeutigen Faktenlage. Sie waren im Vorfeld der Sendung auch im Gespräch mit Christen. Genauer: Mit der Organisation „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ und anderen Teilnehmern eines Kongresses zum Thema, der ab dem 26. April im christlichen Gästezentrum „Schönblick“ stattfand (PRO berichtete). Sicher nicht die einzige Quelle, aus denen sich die Informationen der Comedians speisten. Aber offenbar eine überzeugende.“

Inwieweit „eindeutige Faktenlage“ und Stimmen von „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ miteinander in Einklang zu bringen sind, möge jede*r für sich selbst beurteilen. Hier jedenfalls sollte die Redaktion der Anstalt noch einmal überprüfen, vor wessen Karren sie sich spannen lässt.

Dazu würde gehören, den eigenen Bestätigungsfehler zu reflektieren und die Forschungslage zur Kenntnis zu nehmen. Denn noch einmal: Wer es wissen will, kann leicht in Erfahrung bringen, welche Ziele die Mitgliedsorganisationen von ggmh verfolgen. Ob deren Arbeit Betroffenen von schwerer Gewalt wirklich hilft, muss u.a. angesichts des Fall Haus SeeNest in Frage gestellt werden.

Die Veranstaltenden des Freiheit-Kongress sind jedenfalls derart von der „Anstalt“ begeistert, dass sie sich wenige Tage nach dem Kongress noch einmal an alle Teilnehmenden wenden. In der entsprechenden Mail heißt es:

„Gerne können Sie sich die Sendung in der Mediathek anschauen und im Anschluss an das ZDF, einen Dank für die faktenreiche Sendung und dass zum Thema weitere Sendungen erfolgen sollten schreiben.“

Es folgt ein Link zur ZDF-Mediathek und zum Kontaktformular des ZDF. Für viele Besuchende des Freiheit-Kongress dürfte es das erste Mal sein, dass sie dem sonst so verhassten „bösen ÖRR“ ein Lob aussprechen.

Stimmen zur Veranstaltung

Wie bereits erwähnt, beteiligte die Evangelische Akademie Frankfurt keine Sexarbeiter*innen am Talk.

Gerade deshalb beenden wir diese Einordnung mit einem Zitat der Sexarbeiterin Athene Pallas:

„Wenn alle über unsere Lebensrealität sprechen, aber Sexarbeitende selbst nicht als Expert*innen anerkannt werden, wird uns die Deutung über unser eigenes Leben entzogen. Wir werden zum Objekt einer Debatte, statt als politisch denkende und handelnde Menschen ernst genommen zu werden.

Dazu kommt: Sexarbeitende, die widersprechen, werden gezielt diffamiert – als Einzelfälle, als privilegiert, verblendet oder Teil der „Lobby“. So wird uns nicht nur widersprochen, sondern die Legitimität abgesprochen, überhaupt mitzureden.

Das ist nicht nur verletzend. Das ist Entmündigung – und ganz klar eine Form von Gewalt.“

Und schon wieder ein Update zum „Haus SeeNest“: Mietvertrag fristlos gekündigt

Nachtrag: Betrieb der Einrichtung laut Mission Freedom eingestellt – Träger wird
keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgen

Das Tätigkeitsverbot für die Heimleitung und die anschließenden Inobhutnahmen in der Kinder- und Jugendeinrichtung Haus SeeNest im Allgäu haben immer weitere Folgen.

Gerade erst hatte die Staatsanwaltschaft Kempten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen die Heimleitung eingeleitet. Nun teilt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg (KJF) auf Anfrage von FundiWatch mit, den Mietvertrag mit Mission Freedon über das Haus SeeNest fristlos gekündigt zu haben.

Nachtrag (14.05.2025): Auf seiner Homepage teilt Mission Freedom mittlerweile mit, dass der Betrieb des Haus SeeNest aufgrund der „weiteren Entwicklungen“ eingestellt wurde. Der Träger werde zudem keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgen. Ungeachtet dessen läuft das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren weiter: Die Allgäuer Zeitung berichtet, dass Ermittler vergange Woche die Einrichtung und eine Privatwohnung durchsucht haben und mögliche Beweismittel sichergestellt wurden.

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Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg kündigt Mietvertrag mit Mission Freedom fristlos

Die KJF Augsburg vermietete die Räumlichkeiten des Haus Seenest in Immenstadt im Jahr 2023 an Mission Freedom. Gegenüber FundiWatch teilte die KJF auf Anfrage nun mit, dass der Mietvertrag nach den Inobhutnahmen der in der Einrichtung untergebrachten Kinder fristlos gekündigt wurde.

Zudem bestätigte die KJF, dass der Mietvertrag ausschließlich mit Mission Freedom bestand und auch bei Ausgliederung der Einrichtung auf die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH (eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Mission Freedom) nicht übertragen wurde. Wichtig ist der KJF zu betonen, „dass zu keinem Zeitpunkt eine fachliche, inhaltliche oder organisatorische Zusammenarbeit zwischen Mission Freedom e. V. und der KJF Augsburg bestand.

Seit wenigen Tagen ist die Homepage der Himmelsstürmer Deutschland nicht mehr aufrufbar.

Vermietung durch die KJF war bereits 2024 Thema

Über die Vermietung der Räumlichkeiten durch die KJF berichtete die Süddeutsche Zeitung bereits 2024 (Paywall), als Kritik an der Erteilung der Betriebserlaubnis für die Einrichtung laut wurde.

Schon damals distanzierte sich die KJF demnach und betonte ebenfalls, dass keinerlei fachliche Zusammenarbeit mit Mission Freedom bestehe. Weiter teilte die KJF damals mit, man nehme die Vorwürfe gegen Mission Freedom sehr ernst: „Sollte eine Entfremdung des Mietzwecks vorliegen, werden wir das Mietverhältnis überprüfen und im Rahmen der möglichen rechtlichen Rahmenbedingungen beenden„.

Auf Nachfrage von FundiWatch, was seitens der KJF seither vernalasst wurde teilt diese nun mit:

„In der Folge wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft sowie Mission Freedom e.V. mit den Vorwürfen konfrontiert. Da die Betriebserlaubnis auf Grundlage der Genehmigung durch die Regierung von Schwaben weiterhin vorlag und die Geschäftsführung nachvollziehbar Stellung bezog, war jedoch eine Kündigung des Mietverhältnisses allein auf Basis der in der Berichterstattung geschilderten Verdachtsmomente rechtlich schwierig.“

Nun scheint die KJF die Situation offenbar anders zu bewerten.

Wie kam es überhaupt zur Vermietung?

Im Hinblick auf die bereits in der Vergangenheit wiederholt auftretende erhebliche Kritik an Ausrichtung und Arbeitsweise von Mission Freedom drängt sich die Frage auf, wie es 2023 überhaupt zur Vermietung durch die KJF an einen derart umstrittenen Verein kommen konnte.

FundiWatch liegen Informationen vor, dass die KJF vor der Vermietung an Mission Freedom nach möglichen Käufern für die Immobilie in Immenstadt gesucht hatte, was jedoch letztlich erfolglos blieb. Vieles spricht daher dafür, dass die Vermietung an Mission Freedom vor allem aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus erfolgte.

Doch welche Kriterien wendet die KJF für die Vermietung ihrer Immobilien an bzw. spielen dabei neben wirtschaftlichen Aspekten auch die ideologische Ausrichtung und Seriosität eines potentiellen Mieters eine Rolle? Was wusste die KJF zum damaligen Zeitpunkt über den Verein Mission Freedom, der wie gesagt bereits damals alles andere als ein „unbeschriebenes Blatt“ war?

Auf FundiWatch-Anfrage teilt die KJF mit:

„Zum Zeitpunkt der Vermietung war unser Kenntnisstand, dass es sich bei Mission Freedom e.V. um einen gemeinnützigen Verein unter dem Dach der Diakonie Hamburg handelt. Der Mietvertrag wurde erst abgeschlossen, nachdem die Betriebserlaubnis für den beschriebenen Nutzungszweck erteilt wurde.“

Auf unsere Frage, welche Kriterien seitens der KJF bei der Vermietung von Räumlichkeiten angewendet werden und wie sichergestellt wird, dass diese eingehalten werden, nahm die KJF hingegen nicht Stellung.

(Wie) Reagiert die Diakonie Hamburg?

Was aus der Antwort jedoch ablesbar ist: Die Tatsache der Mitgliedschaft von Mission Freedom bei der Diakonie Hamburg spielte bei der Vermietung offenbar eine Rolle.

Entsprechendes haben wir auch in anderen Zusammenhängen bei der Eingehung von Kooperationen und Fördermittelgebern immer wieder gehört. Eine Mitgliedschaft im Verbund der Diakonie wird offenbar häufig als „Qualitäts-“ bzw. „Seriositäts-Merkmal“ eingeschätzt.

Doch kann die Mitgliedschaft in Verbänden der Diakonie tatsächlich als Beleg für einen bestimmten „Qualitätsstandard“ herangezogen werden? Welche Kriterien bestehen für eine Mitgliedschaft und wird die Einhaltung etwaiger Kriterien durch die Diakonie nachgehalten?

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Diakonie Hamburg im Zuge kritischer Medienberichterstattung zur Ausrichtung und Arbeitsweise von Mission Freedom bereits 2013 gegenüber Panorama (vgl. Panorama 3, „Bürgerpreis für dubiosen Verein“ v. 10.12.2013) selbst äußerte, man habe

„…starke Zweifel, ob Mission Freedom im Alltag in dem von uns geforderten Maß zwischen Sozialarbeit auf der Basis des christlichen Glaubens und dem eigenen Missionierungsauftrag unterscheiden kann“.

Zudem kündigte die Diakonie Hamburg bereits damals an:

„Wir werden in den kommenden Tagen die Einrichtung besuchen und uns einen Eindruck verschaffen, welche Auswirkungen die spezifische religiöse Ausrichtung des Trägers auf die Arbeit mit den Klientinnen hat. Erste Priorität hat für uns die Frage, ob die traumatisierten Frauen bei Mission Freedom Schutz und professionelle Begleitung finden oder ob die Gefahr einer Retraumatisierung durch ein neues, von Trägerinteressen geleitetes Abhängigkeitsverhältnis besteht.

Doch was ist seither geschehen? Wie beurteilt die Diakonie Hamburg die aktuellen Entwicklungen und steht nun eine Beendigung der Mitgliedschaft von Mission Freedom bei der Diakonie im Raum?

FundiWatch hat dazu bei der Diakonie Hamburg und der Diakonie Deutschland nachgefragt. Eine Antwort wurde uns für den 18.05.2026 in Aussicht gestellt. Wir werden berichten.

Wer trägt Verantwortung?

Wer trägt (Mit-)Verantwortung für die aktuellen Vorfälle im Haus SeeNest und hätten diese verhindert werden können?

Zunächst ist zu betonen, dass bisher nicht aufgeklärt ist, was sich aktuell konkret im Haus SeeNest zugetragen hat. Es handelt sich um ein noch laufendes Verfahren und selbstverständlich gilt auch im Hinblick auf das seitens der Staatsanwaltschaft eingeleitete Ermittlungsverfahren weiterhin die Unschuldsvermutung.

Die im Raum stehenden Vorwürfe lassen geichwohl mehr als aufhorchen: „kindeswohlgefährdende Erziehungsbethoden“, „unangmessener Umgang mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen“, 29 Polizeieinsätze in der Einrichtung, Nachbarn berichten von Hilferufen aus dem Haus und ein Kind, das sich vom Balkon abgeseilt haben soll…

Zudem scheint die derzeitige Einschätzung der Heimaufsicht und des Jugendamts, die Vorwürfe hätten nichts mit der weltanschaulichen Ausrichtung des Trägers zu tun, unbedingt zu hinterfragen. Aus zahlreichen öffentlich verfügbaren Informationen gehen die spezifisch christlich-fundamentalistische Ausrichtung von Mission Freedom, eine weitestgehende Kritikunfähigkeit und ein völlig überhöhtes Selbstbild der eigenen Arbeit als „Gottes Auftrag“ jedenfalls deutlich hervor. Sind die aktuellen Vorfälle insoweit also bloß „Zufall“?

Was jedenfalls bereits feststeht: sechs Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren, die sich in einer Einrichtung für sexuell missbrauchte Minderjährige befanden, mussten nach Einschätzung des Jugendamts Oberallgäu zu ihrem eigenen Schutz von einem Tag auf den anderen in Obhut genommen und anderweitig untergebracht werden.

So zeigt der aktuelle Fall eine deutlich über den Einzelfall hinausgehende Relevanz. Insbesondere: Ab wann müssen Hinweise auf eine christlich-fundamentalistische oder auch allgemein eine „konfliktträchtige Weltanschauung“ einer Organisation ausreichen, um eine dortige Gewährleistung des Kindeswohls zu verneinen?

Das Landesjugendamt Bayern hat hierzu einige bemerkenswerte Hinweise veröffentlicht. Hätte deren strikte Anwendung die Vorkommnisse im Haus SeeNest vermeiden können? Oder braucht es gar Verbesserungen der Rechtslage, um den Schutz Minderjähriger vor kindeswohlgefährdenden christlich-fundamentalistischen Ideologien zu gewährleisten? Auch diesen Fragen ist nachzugehen.

Und schließlich führt der Fall hoffentlich auch zu einer Überprüfung eigener Standards von Organisationen hinsichtlich ihrer Kooperations- und Förderrichtlinien.

Die KJF hat nun deutlich reagiert. Allerdings lagen schon bei Eingehung des Mietverhältnisses zahlreiche kritische Informationen und Hinweise zu Mission Freedom vor.

Auch Thema im Erwachsenenbereich

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle, dass die Gefahren christlich-fundamentalistischer Ideologien im Bereich Sozialer Arbeit nicht nur Minderjährige, sondern auch erwachsene Personen betreffen.

Gerade von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt betroffene Personen im Umfeld von Sexarbeit und Betroffene von Menschenhandel sind diesen Organisationen häufig weitgehend ausgeliefert. Eine Genehmigungspflicht für entsprechende Einrichtungen im Erwachsenenbereich gibt es anders als im Kinder- und Jugendbereich ebenso wenig wie eine Heimaufsicht. Mission Freedom betreibt zwei weitere „Schutzhäuser“ für erwachsene Frauen in Hamburg und Frankfurt.

Zudem arbeitet Mission Freedom eng mit anderen Mitgliedsorganisationen aus dem Netzwerkverein Gemeinsam gegen Menschenhandel (ggmh) zusammen. Gegenüber dem evangelikalen Medienmagazin Idea teilte ggmh mit, dass Gaby Wentland, die Gründerin und Vorsitzende von Mission Freedom, ihre dortige Vorstandstätigkeit vorerst ruhen lasse.

Einen tiefergehenden Eindruck über den Netzwerkverein ggmh und dessen Umfeld verschafft unsere Beitragsreihe zum erst kürzlich veranstalteten Freiheit-Kongress im christlichen Kongresszentrum Schönblick in Schwäbisch-Gmünd. Zu Teil 1 der Beitragsreihe geht’s hier.

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